‘Studien zur europäischen Identität im 17. Jahrhundert’: Titelinformation


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Wolfgang Schmale, Rolf Felbinger, Günter Kastner, Josef Köstlbauer
Studien zur europäischen Identität im 17. Jahrhundert
Herausforderungen Band 15 (ISSN 0942-8291)
2004. 228 S., 23 x 15 cm, 28 s/w-Fotogr., 72 Tab.
Kartonierte Ausgabe: ISBN 978-3-89911-021-0, € 28,50
Ausgabe in Bibliotheksleinen: ISBN 978-3-89911-033-3, € 45,50
Lieferbar



Das 17. Jahrhundert hat das Bewusstsein einer europäischen Identität gekannt, die sich klar von späteren Identitätsbegriffen unterscheiden lässt. In ihr verdichteten sich die auf dem antiken Europamythos gründende Idee der res publica christiana (der Christlichen Republik), die Selbstdefinition durch die Profilierung eines ‚fremden Anderen’ (Osmanisches Reich) und die Konzipierung eines europäischen politischen Systems. Zu diesem Ergebnis gelangt die Erschließung neuer Quellen zur Formierung des Europabegriffs, welche in den illustrierten Beiträgen von Rolf Felbinger, Josef Köstlbauer und Wolfgang Schmale analysiert werden. Untersucht wurden dabei nicht nur historiographische, kosmographische und politische Quellen der Zeit, sondern auch Libretti, literarische (auch ‚dramatische’) Werke sowie Europadarstellungen. Die geographische Herkunft der Quellen umfasst West-, Mittel-, Süd- und Ostmitteleuropa (Heiliges Römisches Reich mit Böhmen und Mähren, Niederlande, England, Frankreich, Spanien, Italien und Polen).

Die Beiträge des Buches basieren auf der Analyse von Dokumenten aus der Quellendatenbank "Europabegriffe und Europavorstellungen im 17. Jahrhundert", die im Internet zugänglich ist:

http://www.univie.ac.at/igl.geschichte/europaquellen/

Die in diesem Band vorgenommene Auswertung der in Form von Quellenautopsien vorliegenden Datenbankeinträge ist - über den sachlichen Ertrag für die Europaforschung hinaus - auch ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie ‚Neue Medien’ für die geisteswissenschaftliche Forschung nutzbar gemacht werden können.

Günter Kastners Beitrag führt in das Konzept der Datenbank ein und erläutert ihre Realisierung. Durch die Verwendung von Screenshots erhält der Leser eine anschauliche Einführung in ihre Benutzung.

In einem Anhang werden sämtliche in den Beiträgen ausgewerteten Quellen durch Datenblätter dokumentiert, ein Register rundet den Band ab.



Der Inhalt

Wolfgang Schmale
Einleitung

Rolf Felbinger
"Europe, belle Europe,objet de mon amour ..." Überlegungen zum frühneuzeitlichen Prozess einer europäischen Identitätsbildung zwischen staatspluralistischem und universalmonarchischem Denken

Josef Köstlbauer
Europa und die Osmanen - Der identitätsstiftende "Andere"

Wolfgang Schmale
Europäische Identität und Europaikonografie im 17. Jahrhundert

Günter Kastner
Das Projekt: "Europabegriffe und Europavorstellungen im 17. Jahrhundert" - ein Bericht aus der Redaktion





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