Gerd Schulte-Körne (Hg.)
Legasthenie: erkennen, verstehen, fördern
Kongressband zum 13. Fachkongress des Bundesverbandes Legasthenie 1999
Mit Beiträgen von Hedwig Amorosa, Michael von Aster, Simone Baur, Michael Becker, Selma-Maria
Behrndt, Lucien Bertrand, Bernhard Blanz, Manfred Bönsch, Erwin Breitenbach, Helmut Breuer,
Ingrid Buchhorn, Ute Dürrwächter, Lisa Dummer-Smoch, Volker Ebel, Mechthild Firnhaber,
Barbara Gasteiger-Klicpera, Usha Goswami, Renate Hackethal, Barry Horwitz, Christian Klicpera,
Günther Klosinski, Reinhold Komnick, Christina Krause, Eberhardt Kruse, Petra Küspert, Karin
Landerl, Doris Lau, Ute Laue, Manfred Mackeben, Peter May, Michele Noterdaeme, Hilke
Oberländer, Hans-Peter Orth, Martin Ptok, Jens Reinhard, Carola Reuter-Liehr, Judith M. Rumsey,
Wolf-Dieter Schäfer, Gerheid Scheerer-Neumann, Wolfgang Schneider, Gerd Schulte-Körne,
Barbara Seidel-Steffen, Heinz Steffen, Martina Steffen, Christine Stückle, Monika Szaszi, Susanne
Trauzettel-Klosinski, Evelin Witruk
2001. 412 S., 24 x 17 cm, 81 graph. Abb., 4 s/w-Fotogr., 27 Tab.
Kartonierte Ausgabe: ISBN 978-3-930083-77-0, € 24,95
Ausgabe in Bibliotheksleinen: ISBN 978-3-930083-82-4, € 42,95
Lieferbar
Der 13. Fachkongress des Bundesverbandes Legasthenie e.V. stellte das breite Spektrum der
legasthene Menschen betreffenden Fragen und Probleme vor und gab Betroffenen wie Fachleuten
Gelegenheit, sich über die neuesten Entwicklungen zu informieren, die in diesem Sammelband
zusammengefasst sind.
Bei der Ursachenforschung lag der Schwerpunkt auf der auditiven Wahrnehmung. Visuelle
Wahrnehmung und Gedächtnisleistungen waren weitere Themen. Allgemeine Fragen rundeten das
Vortragsspektrum ab.
In der Abteilung Diagnostik wurden die Schwierigkeiten deutlich, die auch heute noch bei der Ein-
und Zuordnung einer Legasthenie bestehen. Neue Verfahren wurden vorgestellt.
Mehrere Verlaufsstudien versuchten Einflussfaktoren auf die Rechtschreibleistung zu ermitteln
oder den Erfolg von Fördermaßnahmen sichtbar zu machen.
Mit Therapie und Förderung befasste sich ein großer Referentenkreis, der die Vielfalt
der Bemühungen verdeutlichte, legasthenen Menschen bei der Bewältigung ihrer besonderen
Probleme zur Seite zu stehen und vom ungebrochenen Engagement zeugte, den individuell recht
unterschiedlich ausgeprägten Lese-Rechtschreibstörungen gerecht zu werden.
Rechtsfragen, die sich im Rahmen der Wiedereingliederungshilfe nach SGB VIII §35
ergeben, wurden erörtert.
Und da auch Rechnen lernen zu Problemen führen kann, wie sie von der Legasthenie
bekannt sind, waren Rechenstörungen Thema des letzten Vortrages.
Die Beiträge
1.1 Auditive Wahrnehmung
Judith M. Rumsey, Barry Horwitz
The functional neuroanatomy of reading and dyslexia: Clues from PET neuroimaging
Bernhard Blanz
Wie arbeitet das Gehirn beim Lesen? Die Möglichkeiten bildgebender Verfahren in der Forschung
über Lese-Rechtschreibstörungen
Martin Ptok
Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen und Legasthenie
Eberhardt Kruse
Die Normalität der primären Sprachentwicklung - mögliche Zusammenhänge mit
der Lese-Rechtschreib-Störung (Legasthenie)
Helmut Breuer
Sprachwahrnehmungsdefizite - ein Handicap für das Lesen- und Schreibenlernen
Karin Landerl
Beeinträchtigungen der phonologischen Verarbeitung - ein wesentliches Handicap für das
Lesenlernen
Usha Goswami
The ‘Phonological Representations’ Hypothesis in Dyslexia
1.2 Visuelle Wahrnehmung
W.D. Schäfer
Visuelle Probleme bei Kindern mit Legasthenie
Susanne Trauzettel-Klosinski, Jens Reinhard, Manfred Mackeben, Ute Dürrwächter,
Ginther Klosinski
Die Abbildung von Lesematerial auf der Netzhaut
1.3 Gedächtnis
Evelin Witruk
Arbeitsgedächtnisleistungen bei Legasthenie - Wie generell ist das Defizit?
1.4 Allgemein
Mechthild Firnhaber
Einführung in die Legasthenieforschung für Laien
Lucien Bertrand
Das Verständnis raumzeitlicher Begriffe beim fünf- und sechsjährigen Kind und ihre
Bedeutung für die schulische Leistung
2 Diagnostik
Lisa Dummer-Smoch
Frühe Diskrepanzdiagnose oder Screening der Phonologischen Bewusstheit
Volker Ebel
Psychologische Diagnostik bei Lese- und Rechtschreibstörungen
Erwin Breitenbach
Neuropsychologische Diagnostik bei lese-rechtschreibschwachen Kindern
Ingrid Buchhorn
Die Legasthenie-Diagnostik durch den Schulpsychologen
Petra Küspert, Wolfgang Schneider
Die Würzburger Leise Leseprobe (WLLP)
Peter May
Lesediagnose mit der Hamburger Leseprobe (HLP 1-4)
3 Verlauf
Selma-Maria Behrndt, Martina Steffen, Michael Becker
Zur Entwicklung des Rechtschreibniveaus bei Grundschulkindern unter Beachtung verschiedener
Einflussfaktoren
Christian Klicpera, Barbara Gasteiger-Klicpera
Verlaufsuntersuchungen zur schulischen Förderung von Kindern mit Legasthenie
Wolfgang Schneider
Die Würzburger Längsschnittstudien zur frühen Prävention von Lese-
Rechtschreibschwäche
4 Therapie und Förderung
Hedwig Amorosa, S. Baur, Michele Noterdaeme
Heutige Therapieverfahren bei Lese-Rechtschreibstörung im Überblick
Peter May
Welche schulische Förderung ist effektiv? Was leistet Förderunterricht und wie könnte er
noch erfolgreicher sein?
Gerheid Scheerer-Neumann
Die Bedeutung der alphabetischen Strategie für die Förderung lese-rechtschreibschwacher
Kinder
Carola Reuter-Liehr
Lautgetreue Rechtschreibförderung im Verbund mit der Methode des rhythmisch-silbierenden
Sprechschreibens als Grundlage für weiteres Fördervorgehen
Christina Krause, Christine Stückle
Wie können wir das Selbstwertgefühl von Kindern - trotz Teilleistungsschwäche -
erhalten und stärken?
Gerd Schulte-Körne
Das Marburger Rechtschreibtraining
Monika Szaszi
Spezifische Förderung in einem Lehrgang über zwei Jahre in LRS-Klassen durch engagierte
Grundschullehrer
Barbara Seidel-Steffen
Spielen statt üben - Kompensationshilfen durch geeignete Spiele in der Förderung
Renate Hackethal
Kieler Leseaufbau und Kieler Rechtschreibaufbau (zwei getrennte Werke mit unterschiedlicher
Zielsetzung aber ähnlich rotem Faden)
Renate Hackethal
Lautgebärden sind motorische, kinästhetische und visuell deutlich wahrnehmbare Lautzeichen
und bieten gute Kompensierungsmöglichkeiten
Reinhold Komnick
Integrative Legasthenie-Therapie
Ute Laue
Einsatz von Computerprogrammen in der LRS-Therapie
Manfred Bönsch
Kinder mit Teilleistungsschwächen im heutigen Schulsystem
Hans-Peter Orth
Förderung in Intensivkursen
Hilke Oberländer
Hilfestellungen durch Augenärztin und Orthoptistin bei Legasthenie
5 Recht
Heinz Steffen
Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII bei jungen Menschen mit legasthenen Störungen
Doris Lau
Eingliederungshilfe nach SGB VIII § 35 a bei jungen Menschen mit legasthenen Störungen
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