‘Les musulmans face aux droits de l'homme. Religion & droit & politique. Etude et documents’: Titelinformation
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Sami Awad Aldeeb Abu-Sahlieh
Les musulmans face aux droits de l'homme
Religion & droit & politique. Etude et documents
1994. 610 S., 24 x 17 cm
Kartonierte Ausgabe: ISBN 978-3-924517-98-4, € 76,25
Lieferbar




Das islamische und aktuelle arabische Recht
stellt Sami A. Aldeeb Abu-Salieh erstmals ausführlich in seinem Verhältnis zu den Menschenrechten dar. Fast vierhundert historische und zeitgenössische Quellen aus den zwanzig arabischen Staaten hat er für dieses Buch ausgewertet, das vom Recht auf körperliche Unversehrtheit bis zu den internationalen Beziehungen alle Aspekte des öffentlichen und privaten Rechts untersucht.

Der Autor verwendet in seinem Werk ausdrücklich nicht den Begriff Islam als Religion, weil die Verwendung des Begriffs, so populär er im Westen auch sein mag, eine Einheitlichkeit der religiösen, moralischen und rechtlichen Anschauungen vortäuscht. Er verweist dabei zu Recht auf die gleichartigen Verhältnisse bei der Verwendung der Begriffe Christentum oder Judentum.

In sieben großen Abschnitten analysiert Sami Aldeeb das islamische und aktuelle arabische Recht in seinem Verhältnis zu den Menschenrechten:
Historisches, Quellen und Grundlagen
Achtung vor dem Leben und vor körperlicher Unversehrtheit
Moslems und Nichtmoslems
Männer und Frauen
Reiche und Arme
Regierende und Regierte
Die arabischen Staaten und internationale Beziehungen


In jedem Abschnitt werden die Themen nach einer einheitlichen Struktur dargestellt:
I.  Ein Überblick über die internationalen Dokumente als Vergleichspunkte.
II.  Die Normen des klassischen islamischen Rechts, um die Quellen kennenzulernen.
III.  Die Normen des aktuellen Rechts in den arabischen Ländern.
IV.  Zukunftsperspektiven, in denen Gesetzesprojekte, Erklärungen staatlicher und nichtstaatlicher arabischer und islamischer Institutionen und islamische Verfassungsprojekte erörtert werden.


Die Analysen Sami Aldeebs zeugen von seiner herausragenden Kenntnis des geschichtlichen wie aktuellen Rechts der arabischen Staaten und der Menschenrechte. Sie weisen ihn als kompromisslosen Verfechter der Menschenrechte aus, dem dieses Engagement den Blick nicht verstellt hat für den oft instrumentellen Umgang des Westens mit den Menschenrechten - gerade auch gegenüber der arabischen Welt. Seine dezidierte Kritik an der Menschenrechtspraxis der arabisch-moslemischen Staaten wird daher nicht selten von beißender Polemik gegenüber dem Westen begleitet. Diesem wirft er unter anderem eine heuchlerische Politik, seine Militärstützpunkte in der arabischen Welt und die Unterstützung diktatorischer Regimes vor. Scharfe Kritik richtet er auch an die UNO, die er als undemokratische Organisation bezeichnet, deren Struktur zu ändern sei.

Im Anhang des Buches finden sich 11 Menschenrechtsdeklarationen aus dem arabischen und islamischen Kulturkreis, sowie 6 Verfassungsmodelle islamistischer Gruppen. Diese sonst schwer zugänglichen Dokumente wurden größtenteils erstmals in eine europäische Sprache übersetzt. Angefügt ist eine Liste von 32 völkerrechtlichen Menschenrechtsabkommen, denen die arabischen Staaten zugeordnet sind, die sie ratifiziert haben.

Mit seiner detaillierten Analyse und den dokumentierten Deklarationen hat Sami Aldeeb ein Handbuch geschaffen, das schnell und zuverlässig Auskunft über jeden möglichen Aspekt des privaten und öffentlichen moslemischen Lebens gibt. Neben seiner Bedeutung für die in der Menschenrechtsbewegung Engagierten und die juristische, sozialwissenschaftliche, politische, theologische und historische Forschung ist es daher für den diplomatischen Dienst und die Ausbildung von Führungskräften der Wirtschaft ein nützliches Lehrwerk.



Der Inhalt
Teil I: Historisches, Quellen und Grundlagen · Teil II: Achtung vor dem Leben und der körperlichen Unversehrtheit [Verherrlichung des Martyriums; Abtreibung und Geburtenbeschränkung; Todesstrafe und körperliche Züchtigung; Sexuelle Verstümmelungen.] · Teil III: Moslems und Nichtmoslems [Religionszugehörigkeit; Religionsfreiheit; Familienrecht; politische Rechte und öffentliche Ämter] · Teil IV: Männer und Frauen [Prinzipielle Gleichbehandlung; Familienrecht; Recht auf Arbeit; politische Rechte und öffentliche Ämter; Recht auf Ausbildung; die Ansicht von Mahmud Muhammad Taha.] · Teil V: Reiche und Arme [Aufteilung der Reichtümer; Sklaverei und Knechtschaft; Arbeitgeber und Arbeitnehmer] · Teil VI: Regierende und Regierte [Politische Macht und Volk; Mehrheit und Minderheiten] · Teil VII: Die arabischen Staaten und internationale Beziehungen [Frieden und Heiliger Krieg (Gihad); Humanitäres Recht und internationale Gewalt; Überstaatliche Organisationen: Der Fall UNO] · Anhang [11 arabische und islamische Menschenrechtsdeklarationen: Erklärungen der Organisation der Islamischen Konferenz von 1979, 1981 und 1990; Erklärungen des islamischen Rates von 1980 und 1981; Kolloquium von Kuwait 1980; Charta der Arabischen Liga von 1993; Charta der arabischen Juristen von 1986; Tunesische Charta von 1985; Libysche Charta von 1988; Marokkanische Charta von 1990; 6 Verfassungsmodelle islamistischer Gruppen: Moslemische Brüder 1952; Freiheitspartei 1952; Azhar 1978; Wasfi 1980; Islamischer Rat 1983; Garishah 1984; Liste von 32 völkerrechtlichen Menschenrechtsabkommen mit den Staaten, die sie ratifiziert haben] · Bibliographie





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